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Der teuerste Kaffee der Welt – die schockierende Wahrheit über Kopi Luwak

Kopi Luwak Katzenkaffee

Der teuerste Kaffee der Welt ist Kopi Luwak. 

Dieser Katzenkaffee kostet zwischen 90 und 550 Euro pro 500 Gramm. 

Eine Tasse Kopi Luwak Kaffee kostet zwischen 5 und 16 Euro. 

Der teuerste Kaffee der Welt wird aus Kaffeebohnen aus dem Kot einer Zibetkatze hergestellt.

Ist Kopi Luwak gut für Mensch und Tier? 

Warum ist es so besonders?


Was ist der teuerste Kaffee der welt: Kopi Luwak?

Kopi Luwak Katzenkaffee teuersten Kaffee der Welt

Kopi Luwak gilt als der exklusivste und teuerste Kaffee der Welt. Das Besondere an ihm ist die sehr spezielle Produktionsmethode.

Kopi ist das indonesische Wort für Kaffee und Luwak bezeichnet den Fleckenmusang, eine kleine Schleichkatzenart, die hauptsächlich auf den indonesischen Inseln Sumatra, Java und Sulawesi vorkommt.

Der Kaffee wird aus Kaffeebohnen hergestellt, die zuvor von Fleckenmusangen gefressen und wieder ausgeschieden wurden.

Die Bohnen werden also buchstäblich aus dem Kot dieser Tiere gewonnen.

Auf den ersten Blick mag das sehr abstoßend klingen.

Glücklicherweise wird jedoch die äußere Schicht der Kaffeebohne während der Verarbeitung entfernt und die Bohnen werden vor dem Rösten gründlich gereinigt.

Kopi Luwak ist also eigentlich keine eigene Kaffeesorte, sondern vielmehr eine spezielle Produktionsmethode.

Daher kann auch der Geschmack je nach der Herkunft der Bohnen und dem Röstverfahren stark variieren.

Viele sind der Meinung, dass durch die Passage durch den Verdauungstrakt des Fleckenmusangs eine Art Veredelung des Kaffees stattfindet, die zu einem besonders milden und komplexen Geschmack führt.

Wilde Zibeten essen Kaffeekirschen als Teil ihrer natürlichen Ernährung. 

Aber sie sind sehr selektiv, wenn es um die Kaffeekirschen geht. Sie suchen immer nach den reifsten und leckersten Beeren. 

Und das ist notwendig für leckeren Kaffee.

Da die Bohnen in den Kaffeekirschen nicht von den Zibeten verdaut werden, passieren sie den Verdauungstrakt und werden wie unten auf dem Foto in Klumpen entlastet.

Die Herstellung von Kopi Luwak

Der Produktionprozess dieses besonderen Katzenkaffees ist wie folgt:

Wildlebende Fleckenmusangs fressen gerne die süßen und saftigen Kaffeekirschen auf den Plantagen als Teil ihrer natürlichen Nahrung.

Dabei wählen sie stets die reifsten und aromatischsten Beeren aus.

Die Bohnen in den Kirschen werden jedoch nicht verdaut, sondern passieren unbeschadet den Darmtrakt des Tieres und werden in Klumpen wieder ausgeschieden.

In dem Verdauungsprozess werden durch die Magensäure und Enzyme der Fleckenmusangs die äußeren Schichten der Kaffeebohne teilweise abgebaut und fermentiert.

Dadurch soll das typische Aroma und der besondere Geschmack des Kopi Luwak entstehen.

Die Bauern auf den Kaffeeplantagen sammeln dann die Kotballen mit den Kaffeebohnen ein.

Durch sorgfältiges Sortieren, Waschen und Trocknen werden die Bohnen für das anschließende Rösten vorbereitet.

Danach kann der so gewonnene Kaffee verkauft werden.

So weit die Theorie zur traditionellen Herstellung dieses Katzenkaffees. Die Praxis sieht leider oft ganz anders aus, worauf ich später noch genauer eingehen werde.

Kopi Luwak Katzenkaffee

Der enzymatische Prozess im Magen-Darm-Trakt der Zibetkatze verändert die Proteinstruktur der Bohnen. 

Da Proteine teilweise für die Bitterkeit im Kaffee verantwortlich sind, macht der reduzierte Proteingehalt den Kaffee weniger bitter.

Woher kommt Kopi Luwak?

Kopi Luwak stammt hauptsächlich aus Indonesien, und dort von den Inseln Java, Sulawesi, Sumatra, Flores und Bali. Die Insel Sumatra ist der größte Produzent dieses Katzenkaffees weltweit.

Aber auch auf den Philippinen und in Vietnam gibt es inzwischen Kopi Luwak Produktion, wenn auch in geringerem Umfang. In Vietnam ist dieser Kaffee unter dem Namen „Cà phê chồn“ bekannt, was übersetzt „Wieselkaffee“ bedeutet.

Wie schmeckt Kopi Luwak?

Über den Geschmack von Kopi Luwak gibt es verschiedene Meinungen. Befürworter dieses Katzenkaffees sind der Ansicht, dass sich durch die Passage durch den Verdauungstrakt des Fleckenmusangs eine besondere Geschmacksnote ergibt. Im Vergleich zu normal aufbereitetem Kaffee soll Kopi Luwak weniger bitter und sauer schmecken und ein weicheres, komplexes Aroma mit Noten von Schokolade haben.

Kritiker sind jedoch der Meinung, dass sich der Geschmack nicht wesentlich von anderen hochwertigen Kaffeesorten unterscheidet. In blinden Verkostungen konnten selbst Kaffee-Experten keinen außergewöhnlichen Geschmack feststellen.

Letztendlich hängt der Geschmack wohl auch stark von der Qualität und Herkunft der ursprünglichen Kaffeebohnen sowie von Röstung und Zubereitung ab. Daher gibt es beim Kopi Luwak große geschmackliche Unterschiede zwischen verschiedenen Chargen und Anbietern.

Warum Kopi Luwak so teuer ist

Kopi Luwak gehört mit Abstand zu den teuersten Kaffeesorten der Welt. Die Preise liegen im Handel meist zwischen 300 und 500 Euro pro Kilo für die gerösteten Bohnen. Der extrem hohe Preis resultiert aus zwei Gründen:

  • Seltenheit: Da die Kaffeebohnen auf sehr aufwendige Weise gewonnen werden, ist das Angebot naturgemäß stark begrenzt. Die gesamte jährliche Produktion liegt schätzungsweise nur bei 500 bis 700 Kilo.
  • Exklusivität: Als „kostbarster Kaffee der Welt“ hat Kopi Luwak einen Mythos der Exklusivität entwickelt. Dieser wird von Händlern und Kunden gleichermaßen gepflegt und treibt die Preise in schwindelerregende Höhen. Eine Tasse Kopi Luwak im Café kann schnell mal 50 Euro und mehr kosten.

Die dunkle Seite des Katzenkaffees

Leider hat die steigende Nachfrage nach diesem Exklusivkaffee sehr negative Auswirkungen für die Fleckenmusangs. Statt die Bohnen wildlebender Tiere aufzusammeln, werden inzwischen zehntausende Musangs in Indonesien eigens für die Kopi Luwak Produktion in kleinen Käfigen gehalten.

Zibetkatze Kaffee

Diese Massentierhaltung findet meist unter schrecklichen Bedingungen statt:

  • Die nachtaktiven Tiere werden Tag und Nacht grell beleuchtet
  • Sie haben keinerlei Rückzugs- oder Versteckmöglichkeiten
  • Die Käfige sind klein und überfüllt
  • Es herrscht eine hohe Krankheits- und Sterblichkeitsrate
  • Den Tieren wird eine artgerechte Nahrung verweigert, sie erhalten nur Kaffeekirschen
  • Sie zeigen stereotypes Verhalten wie ständiges Hin- und Herlaufen aus Stress

Kurzum: Die Fleckenmusangs leiden massiv unter den Bedingungen in den Kopi Luwak Farmen. Allein auf der Insel Java gibt es über 100 solcher „Kaffeekatzen-Farmen“ in denen schätzungsweise über 10.000 Tiere gequält werden.

Massenware statt Exklusivprodukt

Mittlerweile stammt der Großteil des gehandelten Kopi Luwak bereits aus dieser Massentierhaltung und nicht mehr von wildlebenden Tieren. Die oftmals beworbene „Freilandhaltung“ existiert also nur auf dem Etikett.

Experten schätzen, dass 80% oder mehr des Kopi Luwak inzwischen gefälscht sind. Dabei handelt es sich um billigen Kaffee minderer Qualität, der nie den Verdauungstrakt einer Fleckenmusang durchlaufen hat.

Die jährliche Produktion beläuft sich auf schätzungsweise 500 bis 2000 Tonnen – ein Vielfaches dessen, was wildlebende Populationen liefern könnten. Kopi Luwak ist also längst zu einer Massenware verkommen, die mit den ursprünglichen Traditionen nichts mehr gemein hat.

Fazit

Kopi Luwak hat sich vom anfänglichen Exklusivprodukt zu einem Massenphänomen entwickelt, das vor allem durch geschicktes Marketing und den Mythos des Teuersten Kaffees der Welt getragen wird.

Geschmacklich konnte die versprochene Einzigartigkeit bisher nicht überzeugend belegt werden. Zudem ist die angebliche „Veredelung“ der Bohnen im Verdauungstrakt der Fleckenmusangs höchstwahrscheinlich nur ein Marketing-Gag ohne wissenschaftliche Grundlage.

Vor allem aber steht hinter einem Großteil des Angebotenen massive Tierquälerei in der Massentierhaltung. Mit dem Kauf unterstützt man diese grausame Praxis und die Zerstörung des Lebensraums wildlebender Fleckenmusangs.

Wer hochwertigen und ethischen Kaffeegenuss sucht, ist mit einer der zahlreichen Kaffeespezialitäten aus kontrolliert ökologischem Anbau definitiv besser beraten.


Schokierende Geschichte hinter Kopi Luwak

Zibetkatze im Käfig

Kopi Luwaks Produktion ist sehr grausam. Um die Produktion von Kopi Luwak zu maximieren, werden Zibeten unter entsetzlichen Bedingungen auf Farmen gehalten. 

Sie sind gezwungen, in kleinen Batteriekäfigen zu leben, in denen sie keinen Platz zum Laufen oder Bewegen haben.

Die Zibeten kämpfen gegeneinander. Während sie in freier Wildbahn schüchtern und freundlich sind.

Die kritischen Bedingungen führen zu abnormalem Verhalten. Die Tiere gehen in den Gitterstäben der Käfige auf und ab. Viele Zibeten verlieren ihr Fell und – um die Sache noch schlimmer zu machen – viele sterben sogar.

Zibeten sind Allesfresser. Aus diesem Grund ist die Ernährung von Wildzibeten in der Regel sehr umfangreich. Es enthält eine Vielzahl von Lebensmitteln wie kleine Säugetiere, Insekten und verschiedene Früchte.

Die Bauern von Kopi Luwak Kaffee geben Zibetkaffee Beeren als Zwangsernährung, sonst nichts. Das Ergebnis: schlechte Gesundheit durch unausgewogene Ernährung

Dieser Ansatz hat sicherlich die Produktion von Kopi Luwak erhöht, aber zu welchem Preis? Zehntausende asiatische Palmenzibeten leiden. Nur Kaffee zu produzieren, der, wie verschiedene Bewertungen und professionelle Tests zeigen, nicht einmal gut ist.


Top 6 der Teuerste Kaffee der Welt

  1. Kopi Luwak – 90 bis 550 Euro pro 500 Gramm
  2. Black Ivory Kaffee – 250 bis 500 Euro pro Kilo
  3. St. Helena Kaffee – 200 bis 300 Euro pro Kilo
  4. Gesha Kaffee – 700 Euro pro Kilo
  5. Jamaika Blue Mountain – 60 Euro pro Kilo
  6. Kona Kaffee von Hawaii – 80 bis 100 Euro pro Kilo

Neben Kopi Luwak gibt es noch einige andere extrem teure und exklusive Kaffeesorten, die ich hier kurz vorstellen möchte:

2. Black Ivory Kaffee

Beim Black Ivory Kaffee handelt es sich um eine kleine Produktion in Thailand, bei der der Kaffee ebenfalls durch das Verdauungssystem von Tieren „veredelt“ wird, in diesem Fall durch Elefanten.

Die Elefanten bekommen im Rahmen ihres Futters auch Kaffeekirschen verabreicht.

Nach dem Durchlauf durch den Darm werden die Bohnen wieder ausgeschieden und aufwendig gewaschen und getrocknet.

Die jährlichen Produktionsmengen sind sehr gering, nur rund 150 Kilo pro Jahr.

Entsprechend exklusiv und teuer ist dieser Kaffee, Preise von 500 bis 1000 Euro pro Kilo sind keine Seltenheit.

Im Gegensatz zu Kopi Luwak stammen die Elefanten hier jedoch aus artgerechter Haltung und nicht aus Massentierhaltung.

Die geringen Erträge werden auch nicht künstlich gesteigert, daher ist diese Kaffeevariante aus Tierschutzsicht unbedenklich.

3. St. Helena Kaffee

Dieser sehr edle Kaffee stammt von der abgelegenen Atlantikinsel St. Helena, die etwa 1500 km westlich von Angola im Südatlantik liegt.

Berühmt wurde die Insel als letzter Lebensort des französischen Kaisers Napoleon, der hier die letzten Jahre bis zu seinem Tod 1821 im Exil verbrachte.

Der Kaffeeanbau hat auf der kleinen Vulkaninsel mit nur 4500 Einwohnern eine jahrhundertealte Tradition und gilt als eine der teuersten und exklusivsten Kaffeesorten weltweit.

Er zeichnet sich durch einen sehr intensiven und komplexen Geschmack aus, der Noten von Schokolade, Haselnuss und getrockneten Früchten aufweist.

Die stark limitierten Erträge von nur wenigen hundert Kilo pro Jahr lassen die Preise auf 200 bis 300 Euro pro Kilo und mehr steigen.

4. Gesha Kaffee

Diese äußerst edle Kaffeesorte stammt ursprünglich aus Äthiopien, wird aber heute vor allem in Panama angebaut.

Gesha Kaffee zeichnet sich durch ein ausgesprochen feines Aroma mit blumigen und fruchtigen Noten aus.

Er ist jedoch sehr wählerisch, was Klima und Höhenlage angeht.

Die besten Qualitäten wachsen in Höhen von über 1500 Metern.

Aufgrund des aufwendigen Anbaus in kleinen Mengen gehört Gesha Kaffee zu den teuersten Sorten und erzielt Preise von 100 Euro pro Kilo und mehr.

Bei einer Auktion in den USA wurden einmal 350 Euro pro Pfund für ungeröstete Gesha Bohnen gezahlt, umgerechnet also über 700 Euro pro Kilo!

Dies unterstreicht die Exklusivität und Wertschätzung dieser äußerst edlen Kaffeesorte.

5. Jamaika Blue Mountain

Dieser berühmte Kaffee stammt von der Karibikinsel Jamaika und wächst dort in den eigens benannten Blue Mountains in Höhenlagen zwischen 2200 und 5000 Fuß.

Das feuchtwarme Tropenklima in Kombination mit der Höhenlage sorgt für besonders aromatische Bohnen.

Jamaika Blue Mountain zeichnet sich durch einen ausgesprochen milden und ausgewogenen Geschmack ohne Bitternoten aus.

Limitierte Erträge von unter 5 Millionen Kilo pro Jahr sorgen auch hier für eine Verknappung und entsprechend hohe Preise von über 60 Euro pro Kilo.

Jamaika Blue Mountain genießt weltweit höchste Wertschätzung unter Kaffeeliebhabern und gilt als Inbegriff eines edel-milden Kaffees.

Die geschützte Herkunftsbezeichnung sorgt für Echtheit dieser exklusiven Kaffeesorte.

6. Kona Kaffee von Hawaii

Auch dieser Kaffee stammt von einer tropischen Insel, in diesem Fall von Hawaii.

Angebaut wird er auf der Big Island Hawaii am Hang der berühmten Vulkane Mauna Loa und Hualalai in einer Höhenlage von 600 bis 900 Metern.

Das mineralreiche Vulkangestein in Verbindung mit dem maritimen tropischen Klima sorgt für einen sehr aromatischen Kaffee mit mittlerer Körperfülle.

Kona Kaffee ist sehr komplex im Geschmack mit Noten von Schokolade, Nüssen und Blüten.

Mit jährlichen Erträgen von nur um die 10 Millionen Kilo ist auch dieser Kaffee ein exklusives Nischenprodukt.

Die Preise bewegen sich für echte Kona Bohnen bei 80 bis 100 Euro pro Kilo.

Fazit: Ethischer Kaffeegenuss ist möglich

Wie wir gesehen haben, gibt es eine kleine Welt der extrem exklusiven und teuren Kaffeesorten.

Doch der hohe Preis allein ist keine Garantie für besondere Qualität oder Einzigartigkeit.

Insbesondere die Massenproduktion von Kopi Luwak mittels Tierquälerei steht im krassen Gegensatz zu einem fairen und ethischen Kaffeeanbau.

Glücklicherweise gibt es inzwischen viele engagierte Kaffeeröster und -plantagen, die streng auf Bio-Anbau und faire Arbeitsbedingungen achten.

Diese bieten hochwertige Kaffeesorten zu angemessenen Preisen an, die bezüglich Geschmack und Umweltverträglichkeit keine Wünsche offen lassen.

Mit einem guten Gewissen genossen, ist auch der Genuss um Längen besser.

Probieren Sie doch einfach mal einen fairen Bio-Kaffee aus regionalem Anbau. Die geschmackliche Vielfalt ist riesig und Sie tun auch noch etwas Gutes damit!

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