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Espresso Macchiato im Detail: Zubereitung und Wissen

Der Espresso Macchiato erfreut sich als Trendgetränk immer größerer Beliebtheit.

Doch was genau ist ein Espresso Macchiato und wie wird er klassisch zubereitet?

Worin unterscheidet er sich vom ähnlichen Latte Macchiato?

Dieser Artikel erklärt alles Wissenswerte rund um den Espresso Macchiato.

Was ist ein Espresso Macchiato?

Beim Espresso Macchiato handelt es sich um einen Espresso, der mit einem Schuss Milchschaum verfeinert wird. Der Name kommt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „befleckter Espresso“. Der Milchschaum bildet gewissermaßen einen weißen Fleck auf dem braunen Espresso.

Im Gegensatz zum ähnlich klingenden Latte Macchiato steht beim Caffe Macchiato klar der Espresso im Vordergrund.

Nur ein wenig Milchschaum kommt als kleine Haube obendrauf.

Der Caffe Macchiato ist damit die mildere Variante für alle, denen der puristische Espresso zu intensiv ist.

Die klassische Zubereitung

Für die Zubereitung eines Espresso Macchiato benötigt man nur wenige Zutaten:

  • Frische Espressobohnen
  • Milch (am besten Vollmilch)
  • Eine Espressomaschine oder einen guten Kaffeevollautomaten

Zunächst wird in der Siebträgermaschine oder dem Kaffeevollautomaten ein einfacher Espresso mit 20-25 ml Volumen zubereitet.

Idealerweise verwendet man frisch gemahlene Bohnen, da diese das aromatischste Ergebnis liefern.

In einem kleinen Kännchen wird gleichzeitig Milch aufgeschäumt.

Der Milchschaum sollte cremig-filigran sein und nicht zu fest werden.

Die optimale Temperatur liegt bei etwa 65 Grad, sowie ein Latte.

Die Sage Barista Touch Impress ist auf 65 Grad eingestellt:

Nun kommt der Espresso in eine kleine vorgewärmte Tasse.

Mit einem Teelöffel gibt man anschließend den Milchschaum als Haube mittig auf den Espresso.

Fertig!

Mengenverhältnis und Gewichte

Beim Espresso Macchiato ist das richtige Mengenverhältnis entscheidend. Als Faustregel gilt:

  • Espresso: 20 ml
  • Milchschaum: 10 ml

Auf 20 ml Espresso kommen also nur 10 ml Milchschaum. Das Verhältnis beträgt idealerweise 2:1.

Da der Milchschaum durch die luftige Konsistenz leichter ist als der Espresso, verdoppelt sich das Volumen in der Tasse durch den Schaum dennoch auf ca. 30-40 ml.

Noch exakter ist es, mit Gramm statt Milliliter zu arbeiten:

  • Espresso: 20 g
  • Milchschaum: 10 g

Doppelter Espresso Macchiato

Eine beliebte Variante ist der Doppio Macchiato.

Hier verdoppelt sich die Espressomenge auf 40-50 ml bzw. 40 g. Dementsprechend kommt auch doppelt so viel Milchschaum obendrauf, nämlich 20 ml oder 20 g.

Für den doppelten Macchiato benötigt man also eine etwas größere Tasse.

Das Mengenverhältnis von 2:1 bleibt aber gleich.

Puristen trinken sowohl den einfachen als auch den doppelten Macchiato ohne Zuckerzugabe.

Unterschied zum Latte Macchiato

Trotz des ähnlich klingenden Namens gibt es deutliche Unterschiede:

  • Beim Latte Macchiato steht die Milch klar im Vordergrund. Die klassische Rezeptur sieht rund 180 ml Milch und nur einen Espresso-Shot vor.
  • Es besteht vorrangig aus Espresso, mit nur einem Schuss Milchschaum.
  • Latte Macchiato wird in hohen Gläsern mit mindestens 200 ml Volumen serviert. Der Espresso Macchiato kommt in kleine Espresso-Tassen oder -Gläsern mit 60-80 ml.
  • Latte Macchiato zeichnet sich durch eine markante Schichtung aus Espresso, Milch und Milchschaum aus. Der Espresso Macchiato wird homogen in der Tasse serviert.
  • Für Latte Macchiato eignen sich Milchalternativen wie Hafer- oder Sojamilch.

International unterschiedliche Namen

  • In Italien selbst ist die gebräuchliche Bezeichnung „Caffè macchiato“ oder „Caffè macchiato caldo“. Letzteres steht für die warme Variante.
  • In Portugal heißt die Spezialität „Bica pingada“. Bica ist dort die regionale Bezeichnung für einen Espresso.
  • Die spanische Version mit mehr Milch wird „Cortado“ genannt, auf den Kanarischen Inseln speziell „Cortado leche y leche“.
  • In Österreich ist auch die Bezeichnung „Espresso mit einem Schuss Milch“ gebräuchlich.

Kalte Variante: Espresso Macchiato Freddo

Für die heißen Sommertage gibt es auch als erfrischende Kaltversion:

  • Der Espresso wird vorab gekühlt und zusammen mit Eiswürfeln in ein vorgekühltes Glas gegeben.
  • Frische Milch wird kalt aufgeschäumt und kommt obendrauf.
  • Optional kann noch etwas Zucker oder Sirup hinzugefügt werden.
  • Dekoriert wird der Freddo Macchiato zum Beispiel mit einer Orangen- oder Zitronenscheibe.
  • Die kalte Variante nennt sich auf Italienisch „Caffe macchiato freddo“.

Wie schmeckt ein Espresso Macchiato?

Der Geschmack des Espresso Macchiato wird natürlich vorrangig durch die verwendeten Espressobohnen und die Zubereitung des Espressos bestimmt.

Die Milch rundet die intensiven Röstaromen ab und sorgt für eine angenehme Milde.

Typische Aromen sind:

  • Schokolade
  • Karamell
  • Kakao
  • Gebrannte Mandeln
  • Malz

Durch die geringe Milchmenge hat dieser Kaffee immer noch einen kräftigen Körper.

Die leichte Süße des Milchschaums harmoniert gut mit der Würze des Espressos.

Insgesamt ist der Macchiato deutlich milder als ein purer Espresso, aber kraftvoller als ein Cappuccino.

Für viele ist er damit die perfekte Espresso-Variante.

Zubereitung mit Siebträger oder Vollautomat?

Mit einem Siebträger gelingt zwar der aromatischste Espresso Macchiato, aber auch Kaffeevollautomaten liefern gute Ergebnisse.

Siebträgermaschine

  • Bietet maximale Kontrolle über alle Faktoren
  • Ermöglicht feine Anpassung von Mahlgrad, Dosierung und Brühtemperatur
  • Ist mit etwas Übung einfach zu bedienen
  • Erfordert manuelles Aufschäumen der Milch
  • Mehr Arbeitsschritte und Handarbeit

Kaffeevollautomat

  • Einfache Bedienung auf Knopfdruck
  • Voreingestellte Standardrezepturen
  • Automatisches Milchaufschäumen
  • Weniger Anpassungsmöglichkeiten bei Mahlgrad und Brühung
  • Kann hochwertige Espressi und Milchschaum produzieren
  • Geringerer Arbeitsaufwand

Fazit

Der Espresso Macchiato erfreut sich als Trendgetränk immer größerer Beliebtheit.

Er stellt eine aromatische und milde Abwandlung des klassischen Espressos dar.

Mit nur einem Schuss feinem Milchschaum unterstützt er die vielschichtigen Röstnoten des Espressos und rundet sie ab.

Sowohl Siebträgermaschinen als auch gute Kaffeevollautomaten eignen sich für die Zubereitung.

Es ist die ideale Wahl für alle, die die Intensität eines Espressos schätzen, ihn aber etwas milder mögen.

Mit den richtigen Bohnen und etwas Übung gelingt er ganz einfach auch zu Hause.

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